Das kleine Mädchen…

Ich sitze an der Bar meines Stammladens. Oben.
Ich schaue auf die leere Tanzfläche, blicke zu den leeren Stühlen. Früher hatten Montage eine Bedeutung für mich. Die lachenden Gesichter, die tanzenden Körper, die Freude im Raum. Die Zeiten haben sich wohl geändert.

Ich sehe ein immerwiederkehrendes Gesicht. Eine junge Frau. Vor knapp 2 Jahren lernte ich sie kennen, Vor knapp einem Jahr zerbrach unsere Freundschaft. Sie war damals der Mensch, der mir am meisten bedeutete. Meine beste Freundin. Ich schaue sie an. Der selbe Schmerz in den Augen. Das selbe aufgemalte Selbstvertrauen. Das selbe falsche Lachen.
Die Frau, die sich mir so überlegen zeigte, ist immernoch das selbe kleine zerbrochene Mädchen. Das mit dem Weiterentwickeln war wohl nichts, oder?

Als wir auseinandergingen behielt ich die Freunde, das Umfeld. Um sie kümmerte sich keiner mehr. Ich weiss mittlerweile, wie ich die Bestätigung in mir finde. Sie hofft immernoch auf den Blick des gutaussehenden Typen.

Wie ich es einfach nicht lassen kann, sie anzugrinsen….

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Der Weg

Das Problem, wenn man 45 Minuten alleine durchs Dunkle nach Hause läuft ist, dass man zu viel Zeit zum Nachdenken hat. Mein Akku war zu schwach zum Musik hören oder online sein. Also nur mich, die Kälte & der Weg. Ich hatte gestern ein Gespräch, dessen Hauptfrage bei mir hängen geblieben ist. Im Moment habe ich sehr viele wundervolle Menschen um mich herum, die ich wirklich schätze. Menschen, die mich lieben & an meiner Seite stehen. Wird jedoch auch nur einer von ihnen mir erhalten bleiben? Wird auch nur einer irgendwann an meinem Grab stehen & eine Träne vergießen? Um ehrlich zu sein, denke ich vielleicht einer & das ist schon eine extrem optimistische Schätzung. Andererseits, selbst wenn die Menschen, die ich jetzt um mich rum habe verliere, werden andere nachkommen. Wege trennen sich, aber auf ihnen warten neue. Ein Gedanke, der doch etwas Trost spendet. Achja…ich bin wieder da. Hat mich jemand vermisst?